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Geheimtipps in Rom: Eine Tour zu den unbekannten Sehenswürdigkeiten

Von Silvia
die spanische Treppe in Rom

Gastbeitrag – Die römischen Klassiker wie den Trevibrunnen, die Spanische Treppe und das Pantheon sind allseits bekannt und sind für Besucher der ewigen Stadt ein beliebtes Ziel. Doch, dass sich meist direkt neben diesen Highlights auch versteckte Schätze befinden, übersehen die meisten. Mit diesem Artikel bekommt ihr nicht einfach irgendwelche „Hidden Sights“ der italienischen Hauptstadt, sondern ihr bekommt die, die in unmittelbarer Nähe der Top Spots liegen und die man alle während eines schönen Spaziergangs besichtigen kann. Gleichzeitig bekommt ihr auch Insider-Tipps, wo man auf dieser Strecke leckeres Eis bekommt oder gut zu Abendessen kann. Die Stadtführerin Annett von der Deutschen Römerin nimmt euch mit auf eine abenteuerliche Rundtour durch Rom voller Geheimtipps.

Unsere Geheimtipps in Rom auf einem Blick

Wer vor Ort mehr über die Top-Sehenswürdigkeiten und über Geheimtipps in Rom erfahren möchte, dem empfehlen wir die Highlights of Rome-Tour. So könnt ihr die Geheimtipps perfekt mit den bekannten Klassikern der Stadt kombinieren.

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Die berühmte Spanische Treppe und das versteckte Aquädukt

Die Treppe wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist spätestens seit dem Film „Vacanze Romane“ (deutscher Titel: ein Herz und eine Krone) mit Audrey Hepburn und Gregory Peck bekannt. Mit ihren 135 Stufen führt sie zur französischen Nationalkirche „Trinitá dei Monti“, die der Treppe den eigentlichen Namen „scalinata della trinitá dei monti“ gibt. Viele wollen genauso wie Audrey auf der Spanischen Treppe posieren, dabei ist es mittlerweile gar nicht mehr erlaubt, dort Speisen zu konsumieren …

die spanische Treppe in Rom

Spaziert man von der Spanischen Treppe zum Trevibrunnen, findet man auf halber Strecke ein weiteres Highlight, das zwar nicht so berühmt und auffällig ist, aber auch sehr beeindruckt. In der Via del Nazareno befinden sich Überreste eines Aquädukts aus der Antike: Die Aqua Vergine (ursprünglich: Aqua Virgo). Dieses Aquädukt ist trotzt seines Alters noch in Verwendung und  speist sogar den Trevibrunnen mit Wasser. Denn gebaut wurde das Aquädukt bereits im 1. Jahrhundert vor Christus und war fortan eine der 11 Aquädukte der Stadt. Diese hauptsächlich oberirdischen Wasserleitungen haben das Wasser über 90 Kilometer weit transportiert und waren für die Römer und die Entwicklung der Stadt unglaublich wichtig.

Aquädukt an der spanischen Treppe

Insider-Tipp: Wer Zeit hat, sollte dem Modekaufhaus Rinascente einen Besuch abstatten, so sind dort kostenlos noch weitere Ruinen des Aquädukts zu sehen.

Der wunderschöne Trevibrunnen und die verborgenen Untergründe

Wie auch die Spanische Treppe wurde auch der Trevibrunnen im 18 Jahrhundert erbaut und eingeweiht. „Trevi“ deutet nicht auf den Namen des Künstlers hin, sondern leitet sich von den italienischen Wörtern „tre vie“, auf deutsch „drei Wege“, ab, die sich hier beim Brunnen gekreuzt hätten. Künstler und Bauleiter war Nicola Salvi. Einer Legende zufolge würde man wieder nach Rom kommen, wenn man eine Münze in den Brunnen wirft. So landeten in den letzten Jahren circa 4000 Euro pro Tag im Trevibrunnen.

Trevibrunnen

Gleich ums Eck vom Trevibrunnen, in der kleinen Gasse Vicolo del Puttarello, befindet sich ein echt verstecktes Highlight: Vicus Caprarius, die Stadt des Wassers. Entdeckt wurden diese Ruinen bei Bauarbeiten zwischen 1999 und 2001. Man darf sich nun aufgrund des Namens aber keine Wasserstadt vorstellen, sonst wäre man beim Besuch wahrscheinlich enttäuscht. Was man hier aber wunderbar sehen kann, sind die alten, unterirdischen Wasserleitungen der Stadt. Neben den Teilen des Aquädukts Aqua Vergine sind auch die Mauern eines kaiserlichen Gebäudekomplexes zu sehen und weitere Fundstücke wie Vasen und Teller ausgestellt.

Vicus Caprarius Vasen in Vicus Caprarius

Insider-Tipp: In der Via della Panetteria gibt es viele typisch römische Lokale, die sich für eine Pause mit einem Gläschen Wein, Brot und Schinken oder Käse wunderbar eignen.

Feinkostladen in der Via della Panetteria

Das wohlbekannte Pantheon und die optische Täuschung

Geht man vom Trevibrunnen in Richtung Via del Corso und überquert diese, ist man in etwa zehn Minuten beim besterhaltenen Tempel der Antike: das Pantheon. Seine Kuppel (Durchmesser: 43,3 Meter) war über tausend Jahre die größte freitragende Kuppel der Welt, bis sie von der Kuppel des Doms in Florenz übertroffen wurde. An der Kuppelspitze öffnet sich ein 9 Meter großes Loch, durch welches nicht nur Sonnenstrahlen kommen um den Tempel zu erhellen, sondern auch Regentropfen fallen. Wer auf den Marmorfußboden sieht, wird daher auch 21 kleine Löcher erkennen, in welchen das Wasser dann auch wieder abließen kann.

Pantheon in Rom

Bevor ihr aber beim Pantheon ankommt, macht einen kleinen Stopp in der Kirche Sant´ Ignazio. Ja, Kirchen gibt es in Rom wirklich viele, aber diese Kirche hat eine besondere Überraschung für euch. Zwar hat sie kein Loch in der Kuppel, aber trotzdem empfiehlt es sich einen genauen Blick von innen auf diese zu werfen. Die Kirche ist eine der beiden Jesuitenkirchen und wurde im 1650 eröffnet und das, obwohl die bereits erwähnte Kuppel noch gar nicht fertig gestellt war.

Während Bauarbeiten hatte man Schwierigkeiten mit der Errichtung dieser, weswegen der Künstler Andrea Pozzo beauftragt wurde, die Kuppel einfach nur zu malen. Beim Betreten der Kirche wirkt die Kuppel so, als wäre sie echt; dass sie eigentlich gemalt ist, merkt man nur, wenn man bis zum Altar vorgeht. Diese Kuppelmalerei war so ein großer Erfolg, dass der Künstler nach der Fertigstellung im Jahr 1685 gleich auch noch das gesamte Deckengewölbe mit Fresken dekoriert hat, die den Besuchern eine weitere optische Täuschung bietet: Der anfangs „unendlich“ wirkende Himmel im Deckengewölbe, verliert seinen Anschein, sobald man sich in den vorderen Teil der Kirche bewegt.

Gewölbe in der Kirche Sant Ignazio

Insider-Tipp: In der Nähe des Pantheons, in der Via Maddalena, könnt ihr in der Gelateria della Palma eines der besten Eis-Cremen der Stadt probieren. Bei 150 Eissorten hat man die „Qual der Wahl“, so übertreffen sich die Sorten fast gegenseitig im Geschmack. 😉

Gelateria della palma in Rom

Die lebhafte Piazza Navona und der ruhige Innenhof

Die Piazza Navona ist einer der größten Plätze der Stadt, auf welchem man die Lebensfreude der Italiener spüren kann. Tagsüber sind hier immer wieder Straßenkünstler vorzufinden und abends trifft man sich gerne, um einen Aperitivo in einem der anliegenden Lokale zu genießen. Der Ort war schon in der Antike ein Platz des Zusammentreffens und Freude, denn hier befand sich einst ein Leichtathletik-Stadion (Stadio di Domiziano), das bei den Römern für Begeisterung sorgte und dem Platz seine heutige Form gibt.

Santa Maria della Pace

Nördlich des Platzes, in der Via della Pace, befindet sich die Kirche Santa Maria della Pace. Deren Kreuzgang (auf italienisch „Chiostro“ und gelegentlich auch als Innenhof bezeichnet) ist ein Ort, der selbst den einheimischen oft unbekannt ist. Der Chiostro di Bramante wurde – wie der Name schon sagt – von Donato Bramante Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet, der für den damals sehr ungewöhnlichen Stil (Mischung von Säulen und Pfeilern) stark kritisiert wurde. Heute werden der Kreuzgang und die Klosterräume zu Ausstellungszwecken genutzt, für welche Eintritt zu bezahlen ist. Der Zugang zur Kirche, zum Innenhof und zur Bar im 1. Stock des Gebäudes ist kostenlos. Vom 1. Stock kann man übrigens auch einen Blick in die Kirche und auf ein Gemälde von Raffael „Sibyllen und Propheten“ werfen.

Kloster Bramente Innenhof Kloster Bramante

Insider-Tipp: Wer nach diesem Sightseeing Hunger verspürt, der kann im nur 50 Meter entfernten Restaurant „Serafini dell Pace“ sehr gut und typisch römisch essen gehen.

Wenn ihr noch Inspirationen für eine Tour abseits der Touristenpfade, dafür aber voller Geheimtipps in Rom braucht, dann solltet ihr die Tour Verstecktes Rom bei der deutschen Römerin besuchen.

Video-Tipp: Weitere Infos zum Chiostro und weitere unbekannte Orte der Stadt findet ihr in diesem Video:

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Zum Abschluss über die Geheimtipps in Rom

Diese unbekannten Highlights sind nur einige von vielen (versteckten) Sehenswürdigkeiten Roms. Sie zeigen uns sehr deutlich, wie vielschichtig die Stadt eigentlich ist. Sie hält immer wieder Überraschungen parat, selbst für diejenigen, die befürchten schon „alles“ in Rom gesehen zu haben :-).  Aber egal ob Top Spot oder Hidden Sight: Ich wünsche euch in jedem viel Spaß beim Entdecken!

Eure Deutsche-Römerin Annett

Reisefrührerin Annett

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Dann schaut euch meine anderen Beiträge über unsere Reisen nach Italien an. In diesem Beitrag zeige ich euch die schönsten Highlights in Florenz und hier findet ihr die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Sizilien.

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