Backpacking im Iran – Die beste Reiseroute für zwei Wochen

Backpacking im Iran Moschee Titel

Der Iran ist ein wundersames Land mit vielen Facetten, Köstlichkeiten und herzenswarmen Menschen. Ich habe bereits in einem Anderen Artikel mit einigen Vorurteilen aufgeräumt und meine Iran Reise-Erfahrungen mit euch geteilt. Wir waren zwei Wochen dort und das reicht auch ganz gut, um die wichtigsten Städte und Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Backpacking im Iran geht problemlos und eröffnet euch die Möglichkeit, vielen tollen Menschen zu begegnen. Wenn ihr noch mehr wissen möchtet, dann schaut doch bei meinem Beitrag über die Iran Reiseplanung vorbei. Auf dem Urlaubsgeschichten-Blog von Melanie habe ich über die coolsten Sehenswürdigkeiten im Iran berichtet.

Die Reiseroute startet in der Hauptstadt Teheran, danach geht es nach Kashan, Esfahan, Yazd und Shiraz. Unterwegs findet ihr jede Menge Moscheen, Herrenhäuser, Wüstenausflüge, antike Städte, abwechslungsreiche Köstlichkeiten und freundliche Menschen. Ihr werdet sehen: Backpacking im Iran ist mehr als nur Wüste und trockene Brösel.

Warum ist Backpacking im Iran eine gute Idee?

Der Iran ist ein großes Land, das mehr zu bieten hat als nur Staub und Wüste! So grün der Norden auch ist, so sehr fühlt man sich im Landesinneren wie in tausend und einer Nacht. Hier ist eigentlich wirklich für jeden etwas dabei. Ihr könnt die Natur erleben, durch die Wüste brettern, ehrfürchtig die reich verzierten Paläste und Moscheen bewundern. Die persische Kultur auf den Straßen erleben und einiges über die persische Geschichte lernen, auch wenn ihr das nicht unbedingt plant. An jeder Ecke warten Sehenswürdigkeiten aus längst vergangenen Zeiten und ich habe unterwegs nicht nur einiges über das Perserreich, sondern auch über den Revolutionsführer Khomeini, persische Architektur und islamische Feste gelernt.

Backpacking im Iran funktioniert super. Mit dem Rucksack seid ihr einfach unkomplizierter unterwegs. Oft sind die Wege doch etwas holpriger oder enger und da bietet es sich an, auf einen dicken Koffer zu verzichten. Außerdem haben die meisten Taxifahrer ein Coupé, das nur begrenzt Platz im Kofferraum bietet. Ich fand es ganz angenehm, so mobil und wenig sperrig mit dem Rucksack unterwegs zu sein. Auch in der U-Bahn oder den Fernbussen gab es keine Probleme damit.

Wenn ihr euch noch fragt, wer denn bitte in den Iran reisen möchte, dann schaut mal bei meinem Artikel vorbei, in dem ich mit Vorurteilen gegen den Iran aufräume. Schon gelesen? Dann hoffe ich, dass ihr mindestens so scharf auf Backpacking im Iran seid, wie ich es bin. 🙂

Backpacking im Iran Golestan Palast
Der Golestan Palast in Teheran

Der beste Reiseführer für den Iran

Wie bei vielen anderen Reisen schwöre ich auf den Lonely Planet* als Reiseführer. Dieser hat zwar verhältnismäßig wenige Bilder, aber ihr findet alle möglichen Infos gut zusammengefasst und übersichtlich. Besonders im Iran, wo man keine Unterkünfte über Booking oder Expedia buchen konnte, waren die Hotelempfehlungen wertvoll. Wer dann doch mehr über die Geschichte oder die politische Entwicklung lernen möchte, der findet im Lonely Planet einige Hintergrund-Informationen. Ich kann euch den Lonely Planet* also wärmstens ans Herz legen, um euch in diesem Land zurechtzufinden und nichts zu verpassen. Besonders die gute Strukturierung und Übersichtlichkeit fand ich bemerkenswert, sofern es euch nicht stört, dass nur wenige Bilder drin sind. Für das Backpacking im Iran finde ich ihn gut geeignet, da er viele Infos zu Verkehrsmitteln, Unterkünften und Sehenswürdigkeiten bietet.

Backpacking im Iran Moschee in Kashan

Die Beste Reisezeit für den Iran

Bei einer Reise in den Iran solltet ihr darauf achten, in welcher Jahreszeit ihr unterwegs sein wollt. Als beste Reisezeit für das Backpacking im Iran gilt Mitte April bis Anfang Juni und dann Ende September bis Anfang November. Durch eine Reise im Frühling oder Herbst könnt ihr die unerträgliche Hitze des Sommers vermeiden. Denn in den Sommermonaten herrschen im Landesinneren und im Süden oft um die 40 Grad, im Winter wird es vor allem im Norden richtig kalt und es schneit. Richtig, es gibt auch Schnee im Iran und nicht nur Wüste. 😉

Wir waren vom 05. bis 19. September dort und es war durchaus warm (ca. 35-38 Grad), jedoch konnte man es aushalten. Wir haben uns in der Mittagshitze oft auf unser Zimmer oder in den kühlen Basar zurückgezogen. Wichtig bei der Planung der Reise sind auch die iranischen Feiertage. Am 20. September ist z.B. Ashura, das Trauerfest der Shiiten. Wir haben es bevorzugt, vor diesem Feiertag abzureisen, da bei diesem Fest richtige Menschenmassen in den Straßen unterwegs sind.

An den Tagen vor Ashura werden die Straßen mit schwarzen, roten und grünen Fahnen dekoriert. Das sieht ziemlich cool aus, jedoch versperrt es mancher Orts die Sicht auf die Sehenswürdigkeiten. Ich fand diese Traditionen trotzdem sehr spannend und konnte Einblicke gewinnen, die zu einer anderen Jahreszeit nicht vorhanden wären. Dennoch denke ich, dass der Frühling sich fast besser für eine Reise eignet. Dann blühen noch mehr Blumen und vielleicht sind Teile des Landes dann weniger ausgetrocknet.

Backpacking im Iran Naranjab Wueste
Die Naranjab Wüste

Unterkünfte für Backpacker

Wenn ihr auch am Backpacking im Iran interessiert seid, gibt es einige Unterkünfte, die ihr sehr günstig buchen könnt. Besonders in Teheran gibt es viele Hostels, allerdings könnt ihr diese nicht über Booking oder andere bekannte Plattformen buchen. Die Unterkünfte im Iran werden hier nicht angeboten, sondern müssen direkt kontaktiert werden. Das klingt jetzt erst einmal umständlich, aber immerhin seht ihr in den beiden Wochen ‘nur’ fünf Städte, deswegen ist der organisatorische Aufwand überschaubar. Wenn ihr zu einer Zeit reist, in der nicht allzu viele Touristen unterwegs sind, dann könnt ihr auch vor Ort kurz anrufen oder euren Hotelier bitten, dass er ein Zimmer für euch reserviert. Solltet ihr doch dann unterwegs sein, wenn richtig viele Touristen dort sind, dann solltet ihr eure Unterkünfte gleich vorneweg buchen.

Eine Alternative zu Hotels und Hostels bietet natürlich das Couchsurfing. Die Iraner sind ein wahnsinnig gastfreundliches Volk und so gibt es auch eine große Couchsurfing-Szene, obwohl dies von der Regierung verboten ist. Durch Couchsurfing könnt ihr aus erster Hand lernen, wie es sich im Iran lebt und ihr könnt vor allem mit den jungen Iranern über alles Mögliche plaudern.

Da wir abends lieber unsere Ruhe haben, ist das Couchsurfing nicht wirklich für uns in Frage gekommen, aber wenn ihr Lust auf neue Bekanntschaften und ein richtig iranisches Lebensgefühl habt, dann könnt ihr es ruhig mal ausprobieren!

Zu Beachten ist auch, dass es kein AirBnB gibt, da diese Seite gesperrt ist. Ihr könnt euch zwar über einen VPN durch tunneln oder aber ihr vertraut auf die Empfehlungen aus dem Reiseführer oder denen eures Hoteliers. Normalerweise kennen die immer andere Hotels in anderen Städten. Wir haben fast nur Hotels gebucht, die im Lonely Planet gelistet waren und sind damit gut gefahren. Die Doppelzimmer liegen meistens bei 20 – 35 € pro Nacht (Teheran war mit 45 € am teuersten). Ein Bett im Schlafsaal kostet ca. 8 – 13 € pro Nacht.

Backpacking im Iran Basar mit Gewürzen
Basar mit Gewürzen

Verkehrsmittel für das Backpacking im Iran

Den Iran erreicht ihr am unkompliziertesten per Flugzeug. Wir sind mit Turkish Airlines über Istanbul geflogen. Mit diesem Zwischenstopp haben wir ca. 6 Stunden gebraucht und sind in Teheran angekommen. Den Rückflug könnt ihr entweder auch von Teheran aus buchen oder von Shiraz aus. Ein Rückflug von Shiraz spart euch die langwierige Rückkehr nach Teheran, ist aber ein bisschen teurer als die Flüge von Teheran aus.

Im Iran könnt ihr gut per Bus oder Taxi zwischen den Städten reisen. Ich rate euch davon ab, selbst ein Auto zu mieten, da der Verkehr der Horror ist und ich auf der Rückbank bereits mehrere Tode gestorben bin. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind aber recht günstig.

So könnt ihr für knapp 180.000 Rial (Je nach Kurs zwischen 1,20 € und 4,50 €) von Teheran nach Kashan fahren, was ca. 3,5 Stunden dauert. Andere Busfahrten kosten ähnlich wenig.

Wollt ihr doch einmal das Taxi nehmen, um z.B. einen Zwischenstopp zu machen, solltet ihr euch über die gängigen Taxipreise informieren und nur die offiziellen Taxis nehmen. Diese erkennt ihr an den gelben Autos. Es gibt auch einige private Anbieter, aber da bezahlt ihr meistens mehr. Wundert euch nicht, wenn die Gurte im Taxi nicht funktionieren, die braucht ja auch keiner.

Die perfekte Route für zwei Wochen durch den Iran

Der Iran ist riesengroß, das darf man nicht unterschätzen. Zwei Wochen klingt nach einer langen Zeit, aber wenn man bedenkt, dass man locker 3-6 Stunden von einer Stadt zur anderen unterwegs ist, dann bleibt auf einmal nicht mehr viel übrig. Unten habe ich euch aufgelistet, wie viele Tage wir in der jeweiligen Stadt geblieben sind, um das Wichtigste zu sehen. Zusätzlich haben wir noch einen ganzen Tag zur Reise von Stadt zu Stadt eingeplant, da wir meistens erst gegen Mittag los kamen und dann erst abends vor Ort waren und dann zu platt waren, um an diesem Tag etwas anzuschauen. In 10-14 Tagen könnt ihr also die beliebtesten Städte im Zentrum des Landes besuchen. So wird das Backpacking im Iran zum Abenteuer!

Backpacking im Iran Reiseroute 2 Wochen
Backpacking im Iran: Reiseroute für 2 Wochen

Teheran

  • Zeit: 3 Tage: 2 Tage Stadt und Museen, 1 Tag Tochal
  • Highlights: Moderne Architektur, spannende Museen und lebendiger Stadtkern

Üblicherweise werdet ihr in Teheran mit dem Flugzeug landen. Der Imam Khomeini Airport wird von unterschiedlichen Airlines angeflogen. Wir sind mit Turkish Airlines in den Iran gereist. Vom Flughafen aus könnt ihr ein Taxi in die Stadt nehmen.

Teheran ist mit knapp 8,5 Millionen Einwohnern eine riesige Metropole und wenn ihr eure Reise hier startet, dann könnt ihr erst einmal die moderne Seite des Landes kennen lernen. Hier steht weniger die Tradition im Vordergrund, sondern es gibt mächtige Stahlbrücken, einen hektischen Basar und ein blitzblankes Propaganda-Museum zu sehen. Die geschichtsträchtigen Orte fand ich in den anderen Städten beeindruckender, in Teheran könnt ihr aber in das moderne Stadtleben eintauchen. Das darf meiner Meinung nach auch nicht fehlen. Zusätzlich könnt ihr auf den Hausberg Tochal wandern oder zum Skifahren mit der Seilbahn nach oben gelangen. Hierfür solltet ihr aber eine warme Jacke einpacken, da es auf über 3.000 Metern doch kühl sein kann. Denkt daran: Backpacking im Iran kann euch auch in kühle Gebiete bringen.

Backpacking im Iran Brücke in Teheran
Brücke in Teheran

Kashan

  • Zeit: 2 Tage
  • Highlights: Herrenhäuser, traditionelle Gasthäuser, Lehmbauten

Mit dem Bus geht es weiter nach Kashan. Nach drei Stunden Busfahrt durch die breiten Straßen des Irans erreichen wir die historische Stadt mit den vielen Lehmbauten. Hier erleben wir ein total anderes Bild als in Teheran. Die Gassen der Altstadt sind eng und die prunkvollen Herrenhäuser verstecken sich hinter Lehmwällen. Übernachtet wird hier in einem traditionellen Gasthaus. Hier führt euer Zimmer direkt in den Innenhof und zum Frühstück gibt es traditionell Fladenbrot mit Frischkäse, Gurke,Tomate und Karottenmarmelade. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber schön erfrischend und richtig gut!

In Kashan könnt ihr vor allem gut erhaltene Herrenhäuser besuchen und ihr solltet noch einen weiteren Tag einplanen, an dem ihr eine Tour durch die Naranjab-Wüste machen könnt.

Backpacking im Iran Herrenhaus in Kashan
Herrenhaus in Kashan

Tour durch die Naranjab-Wüste

  • Highlights: Sanddünen, Kamele, Sonnenuntergang am Salzsee

Die Naranjab-Wüste liegt in der Nähe von Kashan, weswegen man sie super in Form eines Tagestripps besuchen kann. Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr lieber den Sonnenaufgang oder den -untergang am Salzsee beobachten wollt. Wir wollten nicht so früh aufstehen und haben uns für den Sonnenuntergang entschieden. 😉 Unser Fahrer holt uns gegen 3 Uhr Nachmittags ab und los geht’s in einem alten Geländewagen ohne Gurte! Zu sehen gab es eine unterirdische Stadt, einen heiligen Schrein, eine Lehm-Burg und schließlich die Dünen der Wüste. Im Anschluss haben wir noch den dramatischen Sonnenuntergang bestaunt und in der Karawanserei zu Abend gegessen. Gegen halb 11 abends waren wir dann wieder im Hotel. Diese Tour ist ein wahres Highlight und ich kann es nur empfehlen!

Backpacking im Iran Sonnenuntergang Namak Salzsee
Sonnenuntergang am Namak Salzsee

Abyaneh

Von Kashan nach Esfahan könnt ihr am besten ein Taxi buchen. So kommt ihr noch am alten Bergdorf Abyaneh vorbei. Die Häuser hier sind aus rotem Lehm erbaut und die Frauen tragen traditionell ein weißes Kopftuch, das mit pinken und roten Blumen bedruckt ist. Mittlerweile leben nur noch ein paar hundert alte Menschen in diesem Dorf und um die Menge an Besucher zu überschauen, müsst ihr hier Eintritt (50.000 Rial) bezahlen. Ein Ausflug in dieses 2.500 Jahre alte Dorf lohnt sich total! Wir haben sogar eine Oma auf einem Esel reiten gesehen, ganz so als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Außerdem liegt das Dorf eh auf dem Weg nach Esfahan, warum sollte man es dann auslassen?

Backpacking im Iran Alte Frau in Abyaneh
Alte Frau in Abyaneh

Esfahan

  • Zeit: 2 Tage
  • Highlights: Naqsch-e-Dschahan-Platz, Azadegan-Teehaus im Basar, Gaz

Esfahan hat mir nach Kashan am besten gefallen. Auf dem großen Platz könnt ihr nicht nur in mehrere beachtliche Gebäude marschieren, sondern auch die Iraner bei ihrer Lieblingsbeschäftigung beobachten: Dem Picknick. Überall haben Familien ihre Decken auf den Grünflächen ausgelegt und essen gemeinsam oder schlafen einfach.

Wenn ihr auf dem Naqsch-e-Dschahan-Platz seid, dürfen folgende Sehenswürdigkeiten nicht fehlen:

  • Masjed-e Shah

  • Masjed-e Sheikh Lotfollah

  • Ali-Qapu-Palast

Nachmittags sind die Moscheen geschlossen. Diese Zeit könnt ihr nutzen, um im Azadegan-Teehaus etwas zu entspannen. Hier gibt es nicht nur ausgezeichnete Teesorten, sondern es hängt auch allerhand Tand von der Decke, was dieses Teehaus besonders macht.

Natürlich darf auch ein Spaziergang durch den Basar nicht fehlen und ihr könnt eine historische Moschee besuchen, in der ihr die 1300-jährige Entwicklung iranischer Architektur bewundern könnt.

In Esfahan fällt auf, dass es überall Läden mit reich verzierten Kartons gibt. Diese Schachteln beinhalten keine Pralinen, sondern stattdessen Gaz. Bei diesem persischen Nougat wird Zucker mit Eiklar vermischt, bis eine Art Marshmellow entsteht. Anschließend werden Pistazien und Rosenwasser hinzu gegeben. Ich kann euch nur empfehlen, dass ihr euch bereits in Esfahan mit Gaz eindeckt. Später werdet ihr es nur noch selten finden und in den Läden im Basar könnt ihr auch direkt unterschiedliche Sorten probieren.

Backpacking im Iran Moschee in Esfahan
Moschee in Esfahan

Yazd

  • Zeit: 1 Tag
  • Highlights: Windtürme, Wassermuseum

Von Esfahan aus könnt ihr den Bus nach Yazd nehmen. Ähnlich wie in Kashan begrüßt euch in Yazd eine Altstadt, deren Gebäude aus roten Lehmziegeln gestaltet sind. Krumme Wände und unebene Böden sind hier normal. Wenn man im Hinterkopf behält, dass diese Stadt im dritten Jahrtausend vor Christus entstanden ist, dann ist es umso erstaunlicher, was die Menschen damals geleistet haben. Besonders schön anzuschauen sind die vielen Windtürme, die das Stadtbild prägen und im Wassermuseum könnt ihr lernen, wie sich die Menschen früher in dieser Wüstenstadt mit Trinkwasser versorgt haben.

Backpacking im Iran Panorama in Yazd
Panorama in Yazd

Persepolis

  • Zeit: 1 Tag mit Transfer nach Shiraz

Es ist am Besten, wenn ihr von Yazd aus eine geführte Tour nach Shiraz bucht. Unterwegs solltet ihr an Persepolis vorbei kommen, was ihr auf keinen Fall verpassen dürft! Diese alte Stadt der Perserkönige ist bereits über 2.500 Jahre alt und richtig beeindruckend. Große Teile davon wurden von Alexander dem Großen zerstört, jedoch gibt es noch einige Skulpturen, Grabmäler und die blanke Größe dieser Anlage zu bestaunen. Ihr könnt nicht nur die antike Stadt besuchen, sondern werdet auf eurer Tour auch an Naqsh-e Rustam vorbei. Hierbei handelt es sich um eine riesige Grabanlage, die in den Fels gehauen wurde. Sie ist ziemlich gut erhalten und erinnert an das berühmte Petra in Jordanien. Auch Persepolis und Naqsh-e Rustam stehen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Auch wenn ihr nur mäßig an Geschichte interessiert seid, solltet ihr Persepolis nicht auslassen. Allein diese uralte Pracht ist es wert, besucht zu werden.

Backpacking im Iran Persepolis
Persepolis

Shiraz

  • Zeit: 2 Tage
  • Highlights: Pinke Moschee, tolle Gärten, schöner Basar

Nach der Tour durch Persepolis kommt ihr abends in Shiraz an. Wenn ihr auf Instagram unterwegs seid, dann habt ihr mit Sicherheit schon mal die bunten Fenster der pinken Moschee gesehen. Diese ist im Gegensatz zu den meisten anderen Moscheen im Iran nicht in Blau- und Creme-tönen gehalten, sondern erfreut sich rötlichen und pinken Farbkacheln. Der Gebetsraum ist in den Morgenstunden in ein buntes Mosaik-Licht gehüllt und ist wirklich schön anzusehen. Shiraz ist ein beliebtes Ziel für das Backpacking im Iran. Hier haben wir auch die meisten anderen Touristen gesehen.

Neben der pinken Moschee gibt es es noch einen hübschen Basar und einige Gärten und Paläste, die ebenfalls auf der UNESCO-Liste stehen. Langweilig wird es hier sicher nicht.

Backpacking im Iran Pinke Moschee in Shiraz
Die Pinke Moschee in Shiraz

Rückreise

Jetzt müsst ihr euch entscheiden, ob ihr den Rückflug von Shiraz aus antreten wollt. Falls nicht, dann wartet eine gut 12 Stunden lange Zugfahrt zurück nach Teheran auf euch. Wahlweise könnt ihr auch in einer älteren iranischen Maschine nach Teheran fliegen. Der Flug dauert ca. eine Stunde, ihr solltet aber Wartezeit und die Anreise zum Flughafen natürlich auch mit einplanen. Damit neigt sich euer Backpacking im Iran dem Ende zu.

Fazit

Der Iran hat so viel Abwechslung und Kultur zu bieten, dass es sich anfühlt, als wäre man viel länger dort gewesen, als nur diese zwei kurzen Wochen. In dieser Zeit könnt ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern und den Hauch einer Ahnung davon bekommen, wie die Iraner so drauf sind und wie sie leben.

Diese zwei Wochen reichen allerdings nicht, um andere spannende Orte wie Tabris im Norden des Landes oder das kaspische Meer zu besuchen. Dort möchte ich auch gerne noch einmal hin und mein erster Besuch im Iran war auch so spannend, dass ich gerne noch ein zweites Mal in dieses Land reisen möchte.

Wenn ihr auch über Backpacking im Iran nachgedacht habt, dann hoffe ich, dass euch mein Artikel ermutigen konnte. Der Iran ist ein wunderschönes Land und ich bin total begeistert von der Vielfalt und den tollen Eindrücken!

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18 Kommentare bei „Backpacking im Iran – Die beste Reiseroute für zwei Wochen“

  1. Iran ist bestimmt ein sehr faszinierendes Land und so wie du es beschreibst hervorragend geeignet zum Backpacken. Ich werde mir auf jeden Fall auch noch deinen anderen Beitrag über die Vorurteile anschauen. Das ist bestimmt spannend und aufschlussreich.

    1. Hallo Anika,
      Dankeschön! Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt! 🙂
      Liebe Grüße,
      Silvia

  2. Toll geschriebener und vor allem strukturierter Artikel. ich könnte mir vorstellen jetzt einfach mal loszufahren mit deinen Informationen 😉
    Wir haben grad letzte Woche einen Vortrag über eine Fahrradtour durch den Iran gehört und auch da wurde von der Gastfreundschaft dort erzählt.
    Lieben Gruß
    Anna

    1. Hallo Anna,
      Dankeschööön!:) Eine Fahrradtour durch den Iran finde ich auch spannend. Ich höre mir auch sehr gerne solche Vorträge an und finde es immer wieder total faszinierend. 🙂
      Liebe Grüße,
      Silvia

  3. Sehr schöne Bilder und Interessant, was du darüber berichtest. Ist auch mal ein anderes Reiseziel, als die üblichen Backpacking Touren durch Europa oder Bali, von denen man ständig liest 😉

    1. Dankeschön! 🙂 Ich fand den Iran auch sehr abwechslungsreich und mal was anderes im Vergleich zu den typischen Zielen. Das war richtig erfrischend, mal diese Seite unserer Welt kennen zu lernen!

  4. Iran ist auch noch ein Reiseland wo ich noch nicht war und unbedingt einmal hin will. Dein Beitrag ist schon mal super, da ich noch nicht so viel über das Land weiß. Sicher werde ich aber länger als 2 Wochen das Land bereisen. Ich reise lieber langsam und nehme mir Zeit.
    Liebe Grüße, Steffen

    1. Hallo Steffen!
      Danke für das Feedback. 🙂 Ich denke, es lohnt sich wirklich, wenn man noch mehr Zeit für den Iran hat. Dann kann man noch Tabris und das kaspische Meer besuchen kann. Ich reise auch lieber langsam, nur mit einer Festanstellung muss ich leider noch Abstriche machen.
      Liebe Grüße,
      Silvia

  5. Also der Iran ist jetzt nicht unbedingt oben auf meiner Wunschliste der Reiseziele. Aber dein Beitrag hat mir gezeigt was der Iran alles zu bieten hat. Hätte ich nicht gedacht. Toll! Danke dir für die Impressionen.

    Liebe Grüße
    Verena

    1. Hallo Verena! Freut mich, dass ich dir ein paar Eindrücke vermitteln konnte. 🙂
      Liebe Grüße,
      Silvia

  6. Wow, ein wundervoller Beitrag und Traumbilder.
    Da bekommt man gleich Lust seinen Rucksack zu packen.
    Iran ist bestimmt ein beeindruckendes Land.
    Würde mich auch sehr interessieren.
    Ich muss da gleich weitere Beiträge von dir lesen, gefällt mir sehr gut.
    Lieben Gruß, Martina

  7. Ich habe noch nie über Backpacking im Iran nachgedacht oder irgendwo darüber gelesen. Unglaublich tolle Idee von dir und es war sehr spannend zu lesen, was es alles zu besuchen gibt 🙂 Ich finde die Kultur auch sehr interessant und verstehe total, dass es dir dort gefallen hat.
    Liebe Grüße!

    1. Hallo Genya,
      freut mich echt, dass ich dir ein paar neue Inspirationen mitgeben konnte. Ich finde, der Iran ist ein richtig tolles Land, das viele nicht so auf dem Schirm haben. 🙂
      Liebe Grüße,
      Silvia

  8. Meine Großeltern haben den Iran bereits vor 25 Jahren bereist und sind auch heute noch begeistert. Wie barrierearm sind die Ort, die ihr besucht habt? Iran geht auf meiner Reiseliste weit oben.

    Besten Gruß
    Kathy von Ahoi und Moin Moin

    1. Ich kenne auch jemanden, der in den 60 Jahren dort war und immer noch begeistert ist, das finde ich richtig toll! Puh, was Barrierefreiheit angeht, könnte es schwierig werden. Viele Häuser sind nur über Stufen erreichbar und auch das Überqueren der Straße ist schon ein Abenteuer. Wenn es nur um einen Kinderwagen geht, lässt sich das sicher deichseln, Rollstuhlfahrer könnten aber durchaus Probleme haben an manchen Orten. Man kann die Unterkunft sicher nach diesen Kriterien auswählen und einige Orte sind auch gut zugänglich. Bei bestimmten Zielen, wie z.B. den Herrenhäusern in Kashan stehen dann leider einige Stufen im Weg. :/
      Ich muss auch gestehen, dass ich nicht so sehr auf Barrierefreiheit geachtet habe, aber das ist ein wichtiger Punkt, dem ich mehr Aufmerksamkeit schenken möchte.
      Liebe Grüße,
      Silvia

  9. Auf den Bildern schaut das Land richtig toll aus! Ich habe schon oft gelesen, dass es ein sehr schönes Land ist. Aber ich wüsste jetzt nicht, ob ich unbedingt in dieses Land reisen würde.

    Schöne Grüße
    Elena

    1. Hallo Elena,
      Freut mich, dass dir die Bilder gefallen! 🙂 Ich kann schon verstehen, dass der Iran nicht bei jedem Urlaubsgefühle auslöst. Dafür ist er einfach sehr ungewohnt und anders. Wenn man sich darauf einlassen kann, ist es eine tolle neue Erfahrung. 🙂
      Liebe Grüße,
      Silvia

  10. Wunderbare Bilder und Erlebnisse! Selbst habe ich mich noch nie in den Iran getraut (ich erlebe bisher meine Orientalischen Reisen im Oman), aber so in Bildern und ausführlichen Texten „mitreisen“ ist auch toll! LIebe Grüsse, Miuh

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